Alice im Wunderland

Frei nach Lewis Caroll

Mit dem Fahrstuhl kommt Alice ins Wunderland. Dort, tief unter der Erde verborgen, existiert eine Welt mit ganz eigenen Regeln. Skurrile Gestalten, sprechende Tiere, eine grausame Königin und ein total durchgedrehter Hutmacher bevölkern dieses geheimnisvolle Land, in dem alles auf dem Kopf zu stehen scheint und Sprichwörter noch wörtlich genommen werden. Mutig macht sich Alice auf den Weg, die wundervoll fantastische, aber auch kriegerische Welt zu entdecken und muss sich dabei immer wieder gegen ihre eigene Fantasie behaupten. Was im normalen Gesellschaftssystem nur selten geduldet wird, wird hier möglich: dass sich ein Kind einer autoritären Königin entgegenstellt, dass Kinder das letzte Wort behalten und mit großem Scharfsinn die leeren Floskeln der Erwachsenen entlarven. Im Wunderland spiegelt sich die „normale“, von Erwachsenen dominierte Welt voller Gewalt und Krieg und wird von Alice ad absurdum geführt. Krieg wird hier zum inhaltsleeren Kartenspiel und Gewalt in der Willkürlichkeit der eigentlich machtlosen Herzkönigin konterkariert, denn einen Katzenkopf ohne dazugehörigen Körper kann man nicht köpfen lassen.

Und die Moral von der Geschicht‘? – Die gibt es nicht! 

Es spielen:

Eric Hoenen, Mona Riedel, Albert Töws, Judith Hollingshaus/ Valeria Blinkin, Gina Kettenhofen/ Christina Wagner, Martin Gajc/ Corinna Schattauer, Christoph Schelm

Lichttechnik: Christoph Schelm

Plakatdesign: Pammela Ramos Quintela